DOKUSLAM III Programm steht!

März 15th, 2011

am 29. und 30.04.2011 im Capitol Kino in Mainz.
Einlass ist jeweils 18.00 Uhr – Beginn 18.30 Uhr.
Eintritt 4,50 Euro an einem Tag, beide Tage 7,- Euro.

Nach 2006 und 2009 ist das diesjährige Doku Slam das dritte Dokumentarfilmfestival, das von der Doku Slam Gruppe im Peng organisiert wird. An zwei Tagen werden 11 Filme gezeigt, die entweder Thematisch mit Mainz zu tun haben oder von Mainzer Filmemacher/Innen realisiert worden sind. Diesmal zieht sich das Thema Varieté und Zirkus wie ein roter Faden durch das Festival. Doch das Programm ist bunt gemischt und beinhaltet internationale Dokumentationen und globalisierungskritische Filme ebenso wie eine Dokumentation über alternative Pornofilme und Betrachtungen des Mensch-Maschine Verhältnisses in der Modernen Gesellschaft. Die beiden Filmabende versprechen also viel Input und Unterhaltung zumal alle Filmemacher/innen auch zum Publikumsgespräch nach Mainz eingeladen sind.

Das Programm

Freitag, 29.4.2011

Einlass: 18:00

18:30 Uhr – Begrüßung
18:45 Uhr – Ein Glücksfall, dieser Genickbruch, Karin Guse, 2009, 15 Minuten
19:15 Uhr – Vom Glueck ein Clown zu werden – die Schule für Clowns in Mainz,
Martin Hoecker, 2010, 45 Minuten
20:15 Uhr – Evviva Futurista – Hoch lebe der Futurist,
Stefan Sick & Christoph Stöckle, 2010, 10Minuten
20:40 Uhr – Circo Fantazztico, Caro Mair, 2009, 30 Minuten
Pause 30 Min.
22:05 Uhr- Kann ich meinen Bruder retten? – Drogentherapie in Bogotà,
Martin Hoecker, 2011, 30 Minuten
22:50 Uhr- Cum different – Frauen machen´s anders,
Katharina Szmidt, 2010, 30 Minuten

Gesamtspieldauer ca. 160 Minuten – Ende ca. 23:35

Samstag, 30.4.2011

Einlass: 18:00 – Beginn: 18.30

18:30 Uhr – Pfingsten 2010 – Pfingsten in Mainz, Sven Haeberlein, 2010, 12 Minuten
19:00 Uhr – Queremos Deus – Ostern in Ouro Preto,
Anna-Maria Bender, 2009, 20Minuten 45 Min.
19:35 Uhr – Zirkusfamilie Saloni (dritter Teil) – Aus der Traum vom Zirkus?
Karin Guse, 43 Minuten
20:35 Uhr – Die Armenier von Csikszepviz – Vom Leben und Sterben einer Minderheit,
Nico Zakarias, 2009, 40 Minuten
Pause 30 Min.

22:00 Uhr – Kahlschlag – Directors Cut, Marco Keller, 2011, 90 Minuten

Gesamtspieldauer ca. 205 Minuten – Ende ca. 23:45

Anfahrt:

Capitol Kino
Neubrunnenstraße 9
55 116 Mainz

Kahlschlag – Directors Cut

Februar 13th, 2011

Kahlschlag
Marco Keller, 2011, 90 Minuten
Die Auswirkungen der Globalisierung auf die einst dichten Wälder im Amazonas.
Eine Reise ins Detail und eine Begegnung mit Vertriebenen beim Versuch in ihren zerstörten Lebensraum zurückzukehren.

KAHLSCHLAG erzählt eindrucksvoll von den Auswirkungen einer intensiven und exportorientierten Landwirtschaft auf die Menschen Brasiliens und gibt dem Zuschauer Raum, sich das Thema selbst zu erschließen. Die Protagonisten sprechen von ihrem Schicksal, der Ausbeutung, der Zerstörung ihrer Natur, der Ansiedelung multinationaler Agrargroßkonzerne, aber auch dem Kampf gegen die Umstände ihres momentanen Daseins.

Dabei bleibt der Film nicht negativ, sondern bietet vielfältige Lösungsansätze zu den gezeigten Problemen. Die Brücke, die dabei geschlagen wird, reicht bis nach Europa und kann dem Zuschauer hier neue Lebensstrategien eröffnen. KAHLSCHLAG ist damit ein Film, der trotz seiner höchst komplexen Thematik zu berühren versteht und der das Potential für eine gesellschaftliche Diskussion in sich trägt.

Die Armenier von Csikszepviz – Vom Leben und Sterben einer Minderheit.

Februar 13th, 2011

Armenier
Nico Zakarias, 2009, 40 Minuten
Der Film erzählt die Geschichte der armenischen Minderheit von Csikszepviz, einem Dorf in Rumänien und begleitet den 90-jährigen Zakarias Peter, einen der letzten Armenier im Ort. Es ist die Geschichte des Aufblühens und Vergehens einer Minderheit, die maßgeblich zur Entstehung eines intellektuellen, politischen und kulturellen Lebens im Ort beigetragen hat. Mehr als 350 Jahre lebten die Armenier hier, heute zeugen nur noch einige Spuren wie ihre Kirche, ihre Häuser oder das armenische Casino von ihrer früheren Existenz. Der Film zeichnet mit Hilfe seltener Fotografien den Aufstieg, die beeindruckende Entwicklung und den Niedergang der Armenier, Ihrer Sprache und Ihrer Kultur nach. Er erzählt eine Geschichte, die stellvertretend für das Schicksal vieler ethnischer Minderheiten in Europa steht.

Zirkusfamilie Saloni (dritter Teil) – Aus der Traum vom Zirkus?

Februar 13th, 2011

Saloni
Karin Guse, 43 Minuten
Zirkusdirektor Roland sitzt für 3 1/2 Monate im Gefängnis. Und das ausgerechnet in der Hochsaison, wenn der kleine Zirkus das notwendige Geld für die Winterpause einspielen muss. Angie und ihre beiden Söhne Maurice und Luca leben von Hartz IV. Alles ist zum Stillstand gekommen, weil die Versicherung der Fahrzeuge nicht bezahlt werden konnte und Roland dann auch noch versäumt hatte, seine Bewährungsauflagen zu erfüllen.

Für den Analphabeten Roland ist die Zeit im Gefängnis auch eine Tortour, weil er keinen Antrag ohne Hilfe ausfüllen kann. Um seiner Freundin Liebesbriefe zu schreiben, hat er eine Lösung gefunden: er diktiert seinem Zellengenossen den Text und schreibt ihn anschließend ab. Angie ist gerührt von seinen Zeilen, weil er ihr endlich das schreibt, was er ihr früher nie gesagt hat.

Am 15. November wird Roland entlassen, zu spät, um noch zu spielen. Mit neu angemalten bunten Wagen starten sie in die neue Saison, doch die Zugmaschine streikt, nach 8 Monaten Stillstand. Ob sie die Reparatur bezahlen können ist fraglich. Sie halten an der Hoffnung auf eine gute Saison fest.

Queremos Deus – Ostern in Ouro Preto

Februar 13th, 2011

Deus
Anna-Maria Bender, 2009, 20 Minuten
„Auf dem Altar der Berge von Minas Gerais feiert die Stadt ihr höchstes Fest, in dem Kunst und Glaube sich vereinen und in einer gemeinsamen Ausdrucksform die tiefen Gefühle der Menschen widerspiegeln. Mit aller Dramatik der barocken Liturgie und allem kreativen Potential der Kunst gedenkt Ouro Preto seit über drei Jahrhunderten der Leiden Christi. Diese Zeit unvergleichlicher Transzendenz nimmt nun wieder ihren Anfang. Besucher aus Brasilien und dem Ausland strömen, angezogen vom Zauber der Feierlichkeiten, nach Ouro Preto“. „Queremos Deus“ begleitet die Gemeinde der ehemaligen Goldgräberstadt und beobachtet, wie sich vier Protagonisten auf die aus ihrer Sicht wichtigste Zeit des Jahres vorbereiten – die Semana Santa.

Pfingsten 2010 – Pfingsten in Mainz

Februar 13th, 2011

Pfingsten
Sven Haeberlein, 2010, 12 Minuten
An einem langen Wochenende zu Pfingsten 2010 machte sich der Filmemacher Sven Haeberlein auf, den Mainzern Bürgern und Bürgerinnen eine Frage zu stellen. Eine zugegebener Maßen nicht so ganz einfach zu beantwortende Frage.

Cum different – Frauen machen’s anders

Februar 13th, 2011

Cum Different
Katharina Szmidt, 2010, 30 Minuten
Pornografie ist aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Nie war es so leicht und bequem an Millionen von Clips mit explizitem Sex heranzukommen. Doch die Tendenz zu sexistischen Darstellungen in der Pornofilmszene, wie etwa immer wiederkehrender lieblos inszenierte Sexphantasien sind vor allem Feministinnen ein Dorn im Auge, da sie in erster Linie männliche Klischeephantasien bedienen.

Seit den 1980er Jahren gibt es deshalb immer mehr Filmemacherinnen, die sich die Entwicklung eigener Pornofilme zum Ziel gesetzt haben, die entgegen dem Mainstream darauf abzielen, weibliche Aspekte in dieses Genre einzubringen. Der Dokumentarfilm „ Cum different“ zeigt mehrere Kurzportraits von internationalen Pornofilmregisseurinnen. Vorgestellt werden Erika Lusts spanische Kurzfilme, der australische Sexfilm „The Band“ von Anna Brownfield sowie Julia Ostertag mit ihren experimentellen Fetischfilmen aus Berlin.
Die Auswahl der Frauen gibt dabei einen kleinen, aber umfassenden Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der Pornografie und beschreibt Motivationen und Hürden, die die Arbeit in und mit der Pornoindustrie mit sich bringt. Die unterschiedlichen Herangehensweisen des alternativen erotischen Filmes erlauben einen Blick in eine buntere und kreative Pornowelt, die sich nicht in der Schmuddelecke verstecken braucht.

„Cum different“- Frauen machen´s anders zeigt einen Einblick in die alternative feministische Pornoszene.

Kann ich meinen Bruder retten? – Drogentherapie in Bogotà

Februar 13th, 2011

Bruder
Martin Hoecker, 2011, 30 Minuten
Kolumbien – ein Jahrzehnte langer Bürgerkrieg hat zu vielen Opfern und Vertriebenen geführt. Inzwischen haben sich die Verhältnisse einigermaßen stabilisiert. Geblieben sind große soziale Probleme.

Die 38 Jahre alte Maria-Claudia lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Seit langem möchte sie die Geschwister und Verwandten in der Hauptstadt Bogotá besuchen, bisher war die Reise aus finanziellen Gründen nicht möglich. Vor allem möchte sie ihrem

Bruder Edgar-Andres helfen. Der 29jährige lebt der seit vielen Jahren in Bogotá auf der Straße und ist drogensüchtig. Inzwischen gibt es beunruhigende Nachrichten, Edgar-Andres soll es gesundheitlich nicht gut gehen. Maria-Claudia möchte ihn suchen, mit ihm sprechen und ihn von einer Drogentherapie überzeugen.

Circo Fantazztico

Februar 13th, 2011

Circo Fantazztico
Caro Mair, 2009, 30 Minuten
Ein Dokumentarfilm über ein außergewöhnliches Zirkusprojekt mit Kindern und Jugendlichen aus Costa Rica während ihrer Tournee in Europa. „Circo Fantazztico“ setzt sich mit der sozio-kulturellen Bedeutung von Zirkus mit Kindern auseinander und gewährt Einblicke in das Alltagsleben der Zirkuskinder aus Costa Rica und während ihrer Tournee quer durch Europa. Eine neue Arbeit der Filmemacherin Carola Mair die die jungen Artisten in San Isidro, Costa Rica, Seligenstadt, Deutschland, Barcelona, Spanien und Linz, Österreich mit der Kamera begleitete.
Im Mittelpunkt der filmischen Dokumentation stehen die junge Wienerin Alexandra Graf, die seit einigen Jahren den Kinderzirkus leitet und das Mädchen Alexandra Gonzales Campos aus Costa Rica, das als Artistin tätig ist. Mit 18 weiteren Artisten und 16 Freiwilligen aus Europa und Lateinamerika war der Zirkus zwei Monate in Westeuropa auf Tournee.