DokuSlam Programm

Juni 9th, 2009

„Die Welt aus Sicht junger Filmemacher” – So lautet der Untertitel zur zweiten Auflage des „PENG Doku Slams”. Daß hier gleich die ganze Welt zum Motto gemacht wird, kommt nicht von ungefähr. Die Themen und jeweiligen Drehorte verteilen sich kreuz und quer über unseren Heimatplaneten: Ein Tag im Leben eines Straßenkindes aus Nepal, der Alltag eines homosexuellen Streetworkers in Kuba, ein Portrait eines Hüttendorfes im Kelsterbacherwald, alternative Geburten in Argentinien, traditionelle Bestattungen in Marokko oder der Kampf unter den Mitgliedern der Bunten Liga Rheinhessen. Genug Stoff für zwei Abende. Nachdem alle Filme gelaufen sind, werden Stimmzettel verteilt und das Publikum darf den besten Beitrag des zweiten Doku-Slams küren. Darüberhinaus sind die jungen, aber nicht unerfahrenen Filmemacher anwesend und laden nach Ende des Filmprogramms am Samstag zur Party.

Freitag, 19.6.2009

19:00 Uhr – Überführung in die Ewigkeit 26 Min.
20:00 Uhr – Die BunteLiga 30 Min.
Pause 15 Min.
21:00 Uhr – Lichtblicke -Auf den Spuren der Geburt 56 Min.
22:10 Uhr – And Yet it’s very easy 20 Min.

23:00 – Festival Chillout mit Funk-Dj Dwyke Lovenheimer & NILZO ROBOTHKO
in der Capitol Lounge

Samstag, 20.6.2009

19:00 Uhr – Waldbesi(e)tzer 45 Min.
20:00 Uhr – Viva! Orlandito 26 Min.
Pause 15 Min.
21:00 Uhr – Kleine Wölfe 45 Min.
22:00 Uhr – Lacy Pool 30 Min.
Verleihung des  Publikumspreises

23:00 Uhr – Festival Party mit Funk-Dj Dwyke Lovenheimer & NILZO ROBOTHKO
in der Capitol Lounge

Anfahrt:

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Capitol Kino

Neubrunnenstraße 9
55 116 Mainz

Preise:

5 Euro für 2 Tage (Festivalticket=alle Filme)
3 Euro pro Tag (für 4 Filme)

Alle Filmemacher sind anwesend, stellen Ihre Filme kurz vor und stehen für Fragen und Antworten zu Verfügung. Im Anschluss wird der PENG Publikumspreis verliehen und gemütlich Festival Party abgerockt.

Überführung in die Ewigkeit

Mai 13th, 2009

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Titel ::::::::::::::::::::::: »Überführung in die Ewigkeit«
Länge ::::::::::::::::::::: 30 Minuten
Filmmaterial :::::::::: DV, 16:9
Drehort :::::::::::::::::: Marokko
Regie::::::::::::::::::::::: Niklas Armbruster

Synopsis :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Im Jahr 2007 bekennen sich in der Bundesrepublik Deutschland schätzungsweise 3,8 Millionen Menschen zum Islam, sie sind damit die hier drittgrößte Religionsgemeinschaft. Und es werden immer mehr. Der Islam ist die einzige Religion in Deutschland und weltweit, deren Anhängerzahl von Jahr zu Jahr größer

Dass die islamische Kultur in Deutschland einen immer größeren Einfluss nimmt ist längst sichtbar. Orientalische Speisen, Bräuche und Sprachen sind schon lange Teil des deutschen Alltages, die Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund sind unsere Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde. In eigentlich allen Bereichen des Lebens trifft man hierzulande mittlerweile auf muslimische Menschen, Unternehmen und Organisationen.
Es gibt orientalische Einkaufszentren, muslimische Schulen und Kulturzentren. Es gibt muslimische Sportvereine und Tanzschulen und nicht zuletzt eine stets wachsende Anzahl an Moscheen. Nur eines gibt es seltsamerweise so gut wie gar nicht: muslimisch Friedhöfe.
Auch Muslime müssen einmal sterben und so stellt sich die Frage nach der Ursache. Die Antwort ergibt sich aus der Unvereinbarkeit einiger islamischer Bestattungstraditionen mit dem deutschem Recht, das es einem gläubigen Muslim unmöglich macht, nach dem durch Koran und Tradition vorgeschriebenen Ritus bestattet zu werden.
Die fehlende Möglichkeit, die Angehörigen in der neuen Heimat zu bestatten veranlasst 95 % der deutschen Muslime, ihre Angehörigen in einer Aufwendigen und nicht zuletzt teuren Unternehmung mit dem Flugzeug ins islamische Ausland zu schicken und dort zu bestatten.
Der Film begleitet eine solche Familie, sowie den Bestatter ‚El Haj Ali’(Rüsselsheim) auf dem schwierigen Weg, den eine solche Überführung des Leichnams bedeutet. Die letzte Fahrt eines muslimischen Verstorbenen vom Sterbeort über das Bestattungsunternehmen, die Überführung ins islamische Ausland bis hin zur letztendlichen Beisetzung wurden begleitet und dokumentiert.

Regie + Idee: Niklas Armbruster
Kamera: Pascal Schneider
Schnitt: Daniela Kulcsar
Produktionsleitung + Ton: Kersten Stahl
Redaktionsassistenz: Jens Kemle
betreuender Prof. : Harald Pulch